Die Bodenverhältnisse in Herne sind so unterschiedlich wie die Stadtteile selbst. Während im Bereich Wanne-Eickel oft sandig-kiesige Substrate der Emscherniederung vorherrschen, trifft man in Baukau auf bindige, teils setzungsempfindliche Mergel- und Lehmböden. Diese kleinräumige Variabilität macht eine präzise Verdichtungskontrolle unverzichtbar. Mit der Felddichtebestimmung nach dem Sandkegelverfahren liefern wir Ihnen verlässliche Kennwerte für jede Lage im Stadtgebiet. Das Verfahren eignet sich ideal für die Überprüfung der Lagerungsdichte bei Erdbaumaßnahmen, Rohrverfüllungen und im Straßenunterbau auf den typischen Auffüllungs- und Verwitterungsböden des Ruhrgebiets. Bevor eine Bodenplatte oder ein flexibler Straßenoberbau aufgebracht wird, ist der Nachweis einer ausreichenden Verdichtung entscheidend für die langfristige Tragfähigkeit. In Kombination mit Proctor-Versuchen lässt sich der erzielte Verdichtungsgrad exakt bestimmen und dokumentieren.
Die Verdichtungsprüfung mit dem Sandkegelverfahren nach DIN 18125-2 ist der direkte Nachweis der erreichten Trockendichte – unverzichtbar für jede Abnahme im Erdbau.
Geltende Normen
DIN 18125-2:2020-11 – Baugrund, Untersuchung von Bodenproben – Bestimmung der Dichte des Bodens – Teil 2: Feldversuche, DIN 18127:2012-09 – Baugrund, Untersuchung von Bodenproben – Proctorversuch, ZTV E-StB 17 – Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Erdarbeiten im Straßenbau, DIN EN 1997-2 (Eurocode 7) – Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik – Teil 2: Erkundung und Untersuchung des Baugrunds
Häufige Fragen
Was kostet eine Felddichtebestimmung nach dem Sandkegelverfahren in Herne?
Die Kosten für eine einzelne Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren liegen in Herne je nach Prüftiefe und Aufwand zwischen €90 und €120. Bei mehreren Prüfpunkten pro Tag reduzieren sich die Kosten pro Punkt durch die gemeinsame An- und Abfahrt.
Wie viele Prüfpunkte benötige ich für meinen Leitungsgraben?
Die ZTV E-StB und das Merkblatt für das Verfüllen von Leitungsgräben sehen in der Regel alle 50 bis 100 Meter einen Prüfpunkt pro Lage vor. In Herne empfehlen wir bei wechselnden Bodenarten im Grabenprofil eine engmaschigere Prüfung, um den Verdichtungserfolg lückenlos zu dokumentieren.
Kann der Sandkegelversuch auch bei nassem Wetter durchgeführt werden?
Grundsätzlich ja, solange das Prüfloch stabil bleibt und kein Wasser zuläuft. Allerdings muss die natürliche Feuchte der Probe korrekt bestimmt werden, da Regenwasser den Wassergehalt verfälschen kann. Wir trocknen das Material dann zeitnah im Labor, um den genauen Trockendichtewert zu ermitteln.
Welchen Verdichtungsgrad muss ich in Herne erreichen?
Das hängt vom Bauteil ab. Für das Planum im Straßenbau fordert die ZTV E-StB mindestens DPr = 100 %, bei untergeordneten Flächen oft DPr = 98 %. In Verfüllbereichen von Bauwerken in Herne gelten häufig höhere Anforderungen von DPr ≥ 100 % bis 103 %, um Setzungen im Bereich der Bettung auszuschließen.