In Herne trifft die Bebauung oft auf den Emscher-Mergel – ein verwitterungsanfälliges Tongestein, das bei Wasserzutritt rasch an Festigkeit verliert. Wer hier eine Stützwand plant, muss den Erddruck präzise ermitteln lassen, sonst kippt die Statik schneller als gedacht. Unser Labor ermittelt die Bodenkennwerte für die Stützwandbemessung direkt aus Proben der Schürfe oder Bohrungen vor Ort. Bevor der erste Kubikmeter Beton fließt, klären wir mit einer Korngrößenanalyse den Feinkornanteil und die Drainagefähigkeit des anstehenden Materials. Ergänzend liefern wir über den Triaxialversuch die Scherparameter φ und c, die für den Standsicherheitsnachweis nach Eurocode 7 unverzichtbar sind. Die Kombination aus lokaler Geologie und normgerechter Versuchstechnik entscheidet über die Dauerhaftigkeit der Konstruktion im Ruhrgebiet.
Im Emscher-Mergel ändert sich die Kohäsion bei Wasserzutritt innerhalb von Stunden – unsere Bemessung rechnet mit dem ungünstigsten Zustand.